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Unsere vergangenen Termine 2014

Mo. 3.2. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Katharina Hartwell

Lesung Süd liest aus

Das fremde Meer

Buchcover

Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan.

Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten – und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint.

Von ihm fühlt Marie sich gefunden, miteinander teilen sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: „man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom“. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt?

Katharina Hartwells magischer Debütroman erzählt von der Rettung einer Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Nicht zuletzt ist „Das Fremde Meer“ die Rettung durch das Erzählen selbst – und darum all das, was Literatur vermag.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Do. 13.2. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Jürgen Lodemann

liest aus

Fessenheim

Buchcover

Novelle kommt von Neuigkeit : die ungeheure Neuigkeit dieser aufwühlenden und spannend aktuellen Novelle von Jürgen Lodemann ist, dass sie am Beispiel Fessenheim demonstriert, mit welch raffiniertem Selbstbetrug auch Europa reale tödliche Gefahren ignoriert, verdrängt.

Es geht um den verfallenden Doppelmeiler Fessenheim am Rhein, um Frankreichs ältesten Atombrüter im Dreiländereck, knapp 25 Kilometer südwestlich von Freiburg, der seit 1971 im Windschatten dieses Skandals liegt. Es geht um einen vorgestellt explodierenden Brüter, es geht darum, wie mühsam gerade Männer zu einem Augenblick der Wahrheit zu bringen sind, es geht sehr konkret um eine Nacht mit einer Geologin und darum, wie die schöne alte Stadt Freiburg sich trotz allem noch retten könnte.

Und es geht um Leute, die zwar die heikle Geologie von Hochrhein und Oberrhein kennen und auch die Gefahr, die vom maroden Meiler ausgeht, die aber kleinmachend-gescheit von Ohnmacht reden und statt Aufruhr lieber Aufstieg, lieber politische Karriere machen. Fessenheim und die Endlager-Gaukelei werden zur akuten Doku-Fiktion, zum politischen Alarm, zu einem Weckruf an alle ...

Ein aufwühlendes Plädoyer. Il accuse: ein Stück littérature engagée des Freiburger Journalisten, Schriftstellers und Geographen Jürgen Lodemann. Seine Antwort auf Fukushima.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 24.2. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Judith Hermann und Manuela Reichart

Hommage mit

Ein Abend für Alice Munro

Buchcover

Alice Munro reist nicht mehr persönlich von Kanada nach Europa – aber gibt es eine großartige Alternative:

Judith Hermann liest aus dem Werk der Nobelpreisträgerin für Literatur 2013 und Manuela Reichart moderiert den Abend.

Die Journalistin Manuela Reichart führt durch Leben und Werk Alice Munros und erzählt, was sie an ihren Geschichten so begeistert. Die Berliner Autorin Judith Hermann, die mit ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ in Deutschland eine Renaissance der Kurzgeschichten bewirkte, liest ausgewählte Texte ihres erklärten Vorbilds und spricht über ihren Zugang zur großen kanadischen Schriftstellerin.

Alice Munro ist die Meisterin der Ambivalenz. Komik und Tragik, scheinbar Alltägliches und Schicksalhaftes oszilliert in ihren Geschichten in immer neuer Intensität, die den Leser nie unberührt lässt. Ein literarisches Wunder nannte die New York Times die Erzählungen der kanadischen Autorin – Geschichten, so komplex wie Romane, Kammerspiele des Gefühls, Geschichten, die wie Idyllen beginnen und sich auf den Abgrund zu bewegen.

„Bei Alice Munro gelangt man lesend wie Hand in Hand mit ihr zu der Erkenntnis eines Augenblicks; das ist eine merkwürdige und eher seltene Form von Gemeinsamkeit mit einem Autor. Ich lese – das bedeutet, ich lebe mich in das Leben eines anderen Menschen.“ Judith Hermann

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Do. 27.2. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Lothar Machtan

liest aus

Prinz Max von Baden. Der letzte Kanzler des Kaisers

Eine Biographie

Buchcover

Deutschland im Herbst 1918: Der Erste Weltkrieg geht zu Ende, auf den Straßen tobt die Revolution. Am 9. November, zwei Tage vor dem offiziellen Waffenstillstand, verkündet der deutsche Kanzler Prinz Max von Baden die Abdankung des Kaisers und besiegelt damit das Ende der Monarchie.

Wer war dieser Max von Baden? War er der legere Grandseigneur liberaler Prägung und Philanthrop, als den ihn Golo Mann beschrieb? Aber wie verträgt sich das mit seinen intensiven Kontakten zum Bayreuther Wagner-Kreis und insbesondere zu dem Rassenideologen Houston Stewart Chamberlain? Und wie passt Kurt Hahn ins Bild, der enge Freund und Berater aus dem Berliner jüdischen Großbürgertum, mit dem der Prinz später das reformpädagogische Internat Schloss Salem gründen sollte? Weltoffen und friedensbereit schien Max von Baden am Ende des Ersten Weltkriegs, doch zugleich war er ein schroffer Gegner von Parlamentarismus und Demokratie. Er lebte standesbewusst aristokratisch, doch als Homosexueller auch jenseits der damals herrschenden Konventionen.

Auf der Basis reicher, hier erstmals erschlossener Quellen erzählt Lothar Machtan die faszinierende Geschichte einer historischen Figur voller Widersprüche – eines fürstlichen Lebens, dem nichts Menschliches fremd blieb – und eröffnet damit zugleich einen neuen Blick auf eine Epoche im Stadium ihres Zerfalls.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 3.3. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Jan Costin Wagner

Lesung Süd liest aus

Tage des letzten Schnees

Ein Kimmo-Joentaa-Roman

Buchcover

Jan Costin Wagners neuer Kimmo-Joentaa-Roman ist eine hochspannende und zutiefst intensive Elegie auf den Tod in einer aus den Fugen geratenen Welt.

Anfang Mai, im finnischen Turku fällt der letzte Schnee. Kimmo Joentaa wird gleich zwei Mal gerufen: an einen Unfallort, an dem eine Elfjährige durch einen Unbekannten ums Leben gekommen ist, und an einen Tatort, an dem zwei unbekannte Tote auf einer Parkbank liegen, als würden sie schlafen. Für den Vater des bei dem Unfall verstorbenen Mädchens wird Kimmo Joentaa zum Begleiter in der Trauer, während er gleichzeitig daran arbeitet, die Unfallflucht und den Doppelmord aufzuklären. Die Ermittlung führt Joentaa in ein fatales Beziehungsgeflecht, das Menschen, die ursprünglich nichts verband, schicksalhaft zusammengeführt hat: einen Architekten, der den festen Glauben an die Symmetrie des Lebens verliert, einen Schüler, der unauf haltsam auf einen Amoklauf zusteuert, eine junge Frau, die versucht, der Armut zu entkommen, und einen Investmentbanker, der sich im Dickicht seines Doppellebens verliert. Als Kimmo Joentaa die Linien, die diese Menschen verbinden, schließlich zu erkennen beginnt, ist es fast zu spät. Und erst dann begreift er, dass seine große Aufgabe nicht die Suche nach einem Doppelmörder ist, sondern eine, die ihm noch bevorsteht.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Di. 11.3. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Wolfgang Schorlau

liest aus

Am zwölften Tag

Buchcover

Georg Denglers Sohn Jakob ist verschwunden. Bereits seit drei Tagen! Denglers geschiedene Frau macht ihm die Hölle heiß: Finde unseren Sohn! Aber nicht nur Jakob ist unauffindbar. Auch Laura Trapp, die in Jakobs Parallelklasse geht, ist verschwunden. Ebenso Julian und Tim, zwei seiner Freunde.

Georg Dengler, der Stuttgarter Privatermittler, macht sich auf die Suche nach seinem Sohn und dessen Freunden. Er findet bei Jakob zu Hause Aufkleber, wie sie Unbekannte in den letzten Wochen auch in den Tiefkühltruhen von Supermärkten angebracht haben. „Dieses Fleisch stammt aus Massentierhaltung. Sie vergiften damit sich und ihre Familie“, steht darauf. Auf Jakobs Computer findet er Fotos und Filme aus Hühner- und Putenmastanlagen. Widerliche Fotos, eklige Filme, die das Elend der Tiere dokumentieren.

Ist sein Sohn ein radikaler Tierschützer geworden? Bereitet er mit seinen Mitstreitern eine große Aktion vor? Oder sind sie den Betreibern der Tierfarmen in die Quere gekommen und jetzt in Gefahr? Wieso weiß er nichts darüber? Wieso kennt er seinen Sohn so wenig? So lernt Georg Dengler auf der Suche nach Jakob seinen Sohn erst wirklich kennen – und kommt den mörderischen Methoden von Massentierhaltung und Lebensmittelindustrie auf die Spur.

Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis und 2012 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mi. 19.3. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Monika Maron

liest aus

Zwischenspiel

Buchcover

Monika Marons mit großer Klugheit und viel Witz erzählter Roman kreist um existentielle Fragen. Als Ruth am Tag von Olgas Begräbnis erwacht, verschwimmen die Buchstaben vor ihren Augen, und eine Wolke zieht rückwärts. Etwas an ihrer Wahrnehmung hat sich verändert. Ruth verfährt sich auf dem Weg zum Friedhof und gelangt in einen Park, in dem ihr Tote und Lebende erscheinen – ein Selbstgespräch in Szenen und Bildern, in dem Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen.

Mit großer Leichtigkeit fragt dieser so tiefgründige wie humorvolle und phantastische Roman nach den Konsequenzen von Entscheidungen. Gibt es ein Leben ohne Schuld? Wäre ein anderer Weg möglich gewesen?

Monika Maron, geb. am 3.6. 1941, studierte Theaterwissenschaft und versuchte sich danach als Regieassistentin und Reporterin. Ab 1976 arbeitete sie als freie Schriftstellerin in Ostberlin. Zwischen 1976-78 wurde ihr eine konspirative Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR nachgesagt. 1988 verließ sie die DDR. 1992 wurde sie mit dem Kleist-Preis, 2003 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 2009 mit dem Literaturpreis der Stadt Mainz geehrt.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 24.3. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Martin Mosebach

liest aus

Das Blutbuchenfest

Buchcover

Mitten in der Stadt, im Garten unter der blutroten Buche, organisiert ein windiger Geschäftemacher ein teures Fest. Das ist der Auslöser für erotische Verwicklungen, Liebe, Betrug und Eifersucht. Der Erzähler, ein verbummelter Kunsthistoriker, verliebt sich in die zerbrechliche Winnie. Marusha, eine schillernde Figur, dient gleich mehreren Herren als Geliebte. Hochstapler treffen auf Kreative und Verliebte auf Verlassene. Bei allen aber putzt Ivana aus Bosnien, die ihren Kundenstamm energisch zusammenhält und auch auf dem Fest für Ordnung sorgen soll. Doch während die Kunden feiern, beginnt auf dem Balkan der Krieg.

Martin Mosebach überrascht mit einem neuartigen Ton, wechselnd zwischen Komik und Härte, Ironie und Trauer.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Do. 27.3. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Ibraimo Alberto

gegen Rassismus mit

Ich wollte leben wie die Götter

Was in Deutschland aus meinen afrikanischen Träumen wurde

Buchcover

Was Ibraimo Alberto erlebt hat, reicht für drei Leben: Im tiefsten Dschungel von Mosambik aufgewachsen als Sklave eines portugiesischen Landbesitzers, erkämpft er sich das Recht, zur Schule zu gehen, beginnt, trotz rassistischer Anfeindungen, ein neues Leben in der DDR und gerät nach der Wende vom Regen in die Traufe. Nun muss er um sein Leben kämpfen.

Ibraimo Alberto wächst als eines von zwölf Kindern eines Medizinmannes in Mosambik auf. 1981 bietet sich ihm die Chance eines Studiums im „Bruderstaat“ DDR. Doch schon am Flughafen wird er in ein Fleischkombinat abkommandiert, er darf sich im Land nicht frei bewegen, auch nicht heiraten. Doch Alberto boxt sich nach oben im wahrsten Sinne: Er macht Karriere in einem Ostberliner Boxverein, nach der Wende boxt er für den Boxclub „Traktor Schwedt“ in der Bundesliga. Schon zu DDR-Zeiten gibt es rassistische Übergriffe. Sein bester Freund Manuel, der mit ihm aus Mosambik gekommen war, wird von Nazis erschlagen. 1991 übernehmen die Neonazis in Schwedt das Kommando. Alberto wird tagtäglich angepöbelt, beleidigt und angegriffen. Dutzende Male entkommt er dem rechten Mob nur knapp. Als Rechtsradikale seinen 17-jährigen Sohn bei einem Fußballspiel gegen Eberswalde totzuschlagen drohen, weiß Alberto, inzwischen Ausländerbeauftragter in der Stadt an der Oder, dass er hier keine Zukunft mehr hat. 2011 erhält er – ein viel beachteter Vorgang – „innerdeutsches Asyl“ in Karlsruhe. Und kämpft weiter gegen Rassismus und für Integration.

Der Co-Autor Daniel Bachmann wird diesen Abend mitgestalten.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 2. Karlsruher Wochen gegen Rassismus 15.3.-30.3.2014

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · Kulturamt der Stadt Karlsruhe

Mi. 2.4. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Sibylle Lewitscharoff

liest aus

Pong redivivus

Buchcover

Pong lebt!

Mit schallendem Juchhe hat sich am Ende von Sibylle Lewitscharoffs Erzählung „Pong“ der liebenswerte, verrückte Held dem Mond in die Arme geworfen – und hat, entgegen den Befürchtungen der Leser, diesen kühnen Sprung vom Dach überstanden. Nun liegt er im Krankenhaus und hat alle Zeit der Welt, sich seinen Gedanken hinzugeben, die vor allem um rätselhafte Objekte kreisen, die er zu Hause verwahrt.

Durch „Pong“, 1998 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, wurde die literarische Öffentlichkeit auf Sibylle Lewitscharoff aufmerksam. Mit „Pong redivivus“ haben Sibylle Lewitscharoff und Friedrich Meckseper ein sprach- und bildmächtiges Gesamtkunstwerk der magischen Art erschaffen.

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren, studierte Religionwissenschaften in Berlin, lebte jeweils ein Jahr in Buenos Aires und Paris und danach wieder in Berlin. 2007 erhielt Sibylle Lewitscharoff den Preis der Literaturhäuser, 2010 den Berliner Literaturpreis, 2011 den Kleist-Preis und 2013 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 7.4. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Harald Martenstein

liest aus

Wachsen Ananas auf Bäumen und Ansichten eines Hausschweins

Buchcover

Wenn am Donnerstag die „Zeit“ erscheint oder am Sonntag der Berliner „Tagesspiegel“, dann gibt es viele, die diese Blätter nur wegen eines einzigen Textes kaufen: der Kolumne von Harald Martenstein! Martensteins Texte sind witzig, nachdenklich, sarkastisch, skurril, manchmal auch wütend. Sie stellen die Regeln der politischen Korrektheit auf den Kopf, oft balancieren sie auf dem schmalen Grat zwischen Literatur und Nonsens. Ihr Thema ist der deutsche Alltag.

Harald Martensteins Bücher enthalten seine beste Glossen aus den vergangenen Jahren.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 14.4. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Silvia Tschui

Lesung Süd liest aus

Jakobs Ross

Buchcover

Die junge Magd Elsie träumt von einer Karriere als Musikerin. Kein leichtes Unterfangen in der Schweiz im 19. Jahrhundert, in dem neben der festen sozialen Ordnung auch Gewalt und Aberglaube herrschen. Der Hausherr fördert das Talent der Magd auf seine Weise; und als Elsie von ihm schwanger wird, erhält der Rossknecht Jakob sie zur Frau. Elsie fügt sich ihrem Schicksal bis ein Fahrender auftaucht, der sich für ihre Musik begeistert. Ihre heimliche Liebe kostet seiner gesamten Sippe das Leben. Und Elsie kommt beim Kampf um ihre Selbstbestimmung beinahe selber um.

Mit ungeheurer Wucht erzählt Tschuis Debüt eine Gotthelfsche Geschichte voller Magie und unbändiger Lebenskraft.

Silvia Tschui wurde 1974 in Zürich geboren. Sie studierte Germanistik, absolvierte die Fachklasse Visuelle Gestaltung an der ZHdK und erwarb 2000 das Lehrdiplom Oberstufe. 2003 machte sie ihren Bachelor in Grafikdesign und Animation an Central St. Martins College in London und arbeitete vier Jahre als Animationsfilm-Regisseurin bei RSA Films in London. 2004 wurde ihre Arbeit mit dem British Animation Award ausgezeichnet. Zurück in der Schweiz, arbeitete sie als Grafikerin, Journalistin und Redaktorin und schloss 2011 ihr Studium am Institut für literarisches Schreiben mit dem Bachelor ab. Zurzeit arbeitet sie als Redaktorin in Zürich bei Ringier.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Mo. 5.5. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Verena Roßbacher

LESUNG SÜD liest aus

Schwätzen und Schlachten

Buchcover

Diesmal also Berlin, diesmal drei junge Helden, ein Mordfall und ein Versagen auf ganzer Linie. Dazu eine Erzählerin, die Teil des Geschehens ist und sich nach Kräften bemüht, den Überblick zu behalten, ein Kaffeehaus im Prenzlauer Berg, in dem in einem fort geredet wird, während Mehlspeisen verzehrt werden, ein Hausmusiktrio, jede Menge Ungereimtheiten und ein Muster aus Raute, Fliege, Sechseck, Fünfeck, Zehneck, das den Schlüssel zu allem bilden könnte, wenn

Ja, wenn Stanjic, der Österreichflüchtling, Glaser, der Mann aus den neuen Medien, und von Sydow, der sich nach den Frauen verzehrt, ohne je eine zu bekommen, sich nur ein bisschen besser als Detektive eigneten und eins und eins zusammengezählt hätten.

Verena Roßbacher erschafft einen ganz eigenen Kosmos, in dem ihre monomanischen Figuren darum ringen, ihre Sicht der Dinge mit der allgemeinen Verfasstheit der Welt zusammenzubringen. Voller Komik, Skurrilität und Lust an der zielführenden Abschweifung wird hier erzählt, und etwas Großes entsteht: der Diskurs- und Gesellschaftsroman unserer Zeit!

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Mo. 12.5. 2014 · 19 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Helmuth Kiesel

liest aus

Ernst Jünger: In Stahlgewittern

Historisch-kritische Ausgabe

Buchcover

Ernst Jüngers Erstling „In Stahlgewittern“ basiert auf seinen Kriegstagebüchern, die er kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Buchform brachte. Insgesamt überarbeitete Jünger den Text elfmal und es sind sieben Fassungen erschienen.

Nach der Herausgabe des »Kriegstagebuchs 1914–1918« untersucht Helmuth Kiesel in dieser langerwarteten Edition sowohl Jüngers Schreibprozess wie auch die offene Frage nach Einfügungen und Streichungen im Sinne des aufkommenden Nationalismus in den 1920er Jahren. Dazu werden die Erstausgabe und die Fassung letzter Hand einander gegenübergestellt und alle relevanten Veränderungen anderer Ausgaben für den Leser sichtbar gemacht. Im zweiten Band werden zusätzlich sämtliche Varianten aufgezeigt.

Helmuth Kiesels Edition von Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ schafft erstmals die Grundlage zur Beurteilung eines der meistdiskutierten deutschsprachigen Bücher des 20. Jahrhunderts.

Eine Verstaltung im Rahmen der 22. Europäischen Kulturtage Karlsruhe

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Do. 15.5. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Hanns-Josef Ortheil

liest aus

Wilhelm Klemm: Tot ist die Kunst

Briefe und Verse aus dem Ersten Weltkrieg

Buchcover

In den Jahren 1914-1922 war Wilhelm Klemm einer der bekanntesten Lyriker Deutschlands. Berühmt wurde er durch seine Verse aus dem Ersten Weltkrieg, dessen Verlauf er als Feldarzt an der Westfront vom August 1914 an direkt miterlebte. Während dieser Zeit entstanden seine nüchternen, tagebuchartigen Gedichte, die das geschehen vor Ort knapp, konkret und dennoch bilderreich verdichteten. Doch nicht nur mit seinen Gedichten, sondern auch mit einer präzisen Prosa hat Klemm auf den Krieg reagiert. Sie besteht aus den vielen, fast täglichen Briefen, die er an seine junge Frau, Erna Kröner-Klemm, nach Leipzig schrieb. In ihnen erscheinen die großen lyrischen Bilder bereits skizziert, ergänzt und kommentiert durch Einschätzungen der Lage sowie durch lebensnahe Erzählungen und Berichte über die Kriegsereignisse. So ergibt sich aus diesem Briefwechsel und der mit abgedruckten Auswahl von den Kriegsgedichten Klemms ein großes Panorama von Kriegserleben und Desillusionierung, das zu den wichtigsten Zeugnissen dieser Zeit gehört.

Imma Klemm, die Enkelin des Lyrikers, hat das Buch zusammen mit Hanns-Josef Ortheil neu herausgegeben.

Eine Verstaltung im Rahmen der 22. Europäischen Kulturtage Karlsruhe

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 26.5. 2014 · 20 Uhr · Konzerthaus, Festplatz, 76137 Karlsruhe

Roger Willemsen

365 Tage zuhören liest aus

Das Hohe Haus

Ein Jahr im Parlament

Buchcover

Ein Jahr lang sitzt Roger Willemsen im Deutschen Bundestag nicht als Abgeordneter, sondern als ganz normaler Zuhörer auf der Besuchertribüne im Berliner Reichstag.

Es ist ein Versuch, wie er noch nicht unternommen wurde: Das gesamte Jahr 2013 verfolgt er in jeder einzelnen Sitzungswoche, kein Thema ist ihm zu abgelegen, keine Stunde zu spät. Er spricht nicht mit Politikern oder Journalisten, sondern macht sich sein Bild aus eigener Anschauung und 50000 Seiten Parlamentsprotokoll. Als leidenschaftlicher Zeitgenosse und „mündiger Bürger“ mit offenem Blick erlebt er nicht nur die großen Debatten, sondern auch Situationen, die nicht von Kameras erfasst wurden und jedem Klischee widersprechen: effektive Arbeit, geheime Tränen und echte Dramen. Der Bundestag, das Herz unserer Demokratie, funktioniert aber anders als gedacht.

„Man denkt, alle Welt schaut auf dieses Haus. Und dann findet man so viel Unbeobachtetes.“ Roger Willemsen

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KMK

Mo. 2.6. 2014 · 20 Uhr · Konzerthaus, Festplatz, 76137 Karlsruhe

Daniel Kehlmann und Karl-Rudolf Menke

Ein Karl-Kraus-Abend

Karl Kraus, 1894-1936, gilt heute als einer der bedeutendsten Sprach- und Kulturkritiker des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Zeitschrift 'Die Fackel' und seinem literarischen Schaffen war er unbestechlicher Kommentator des kulturellen und politischen Zeitgeschehens.

Karl-Rudolf Menke, Chefsprecher des SWR, liest ausgewählte Textpassagen. Daniel Kehlmann kommentiert die Texte von Karl Kraus.

Daniel Kehlmann studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Wien. In seiner Schriftstellerkarriere erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter bereits etliche der renommiertesten deutschen Literaturpreise wie den Kleist-Preis (2006) und den Thomas-Mann-Preis (2008). Zuletzt unterstützte er den amerikanischen Schriftsteller Jonathan Franzen bei der Realisierung von dessen „The Kraus Project“.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 22. Europäischen Kulturtage Karlsruhe

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KMK

Fr. 6.6. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Joachim Kersten, Bernd Rauschenbach, Jan Philipp Reemtsma

100 Jahre Arno Schmidt

Vor 100 Jahren wurde er geboren: Arno Schmidt, der amüsanteste, komischste und witzigste deutsche Schriftsteller. Der Moliére der Deutschen«, erklärte Christoph Hein und Hermann Hesse nannte ihn einen »wirklichen Dichter«.

Über Jahre hinweg haben sich Jan Philipp Reemtsma, Bernd Rauschenbach sowie Joachim Kersten, alle drei von der Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld, mit ihren Simultanlesungen aus dem Werk Schmidts eine große Fangemeinde erworben. Die »drei Tenöre der Schmidt-Lesung« (Süddeutsche Zeitung) werden für einen unvergesslichen Abend zu Ehren Arno Schmidts sorgen.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mi. 25.6. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Matthias Kehle

Über alle Berge liest aus

Badische Bergbibel

199 Höhepunkte im Schwarzwald, Hegau und Kaiserstuhl, im Kraichgau und Odenwald

Buchcover

Matthias Kehles „Bergbibel“ ist nicht irgendein Buch über die bucklige Landschaft zwischen Wertheim und Konstanz. Sie ist auch kein Wanderführer. Kein Kletterführer. Kein Ausflugsführer. Nein: Sie ist das Buch der Bücher über Badens Berge. Ein Bekenntnis, das Wort Kehles, eine heilige Schrift für alle Badengläubige und Berganbeter.

Kehle schreibt aus der Sicht des Wanderers. Systematisch nimmt er sich 199 Gipfel zwischen Konstanz und Wertheim vor – im Schwarz- und Odenwald, die Hügel des Kraichgaus ebenso wie die Vulkankegel von Kaiserstuhl und Hegau. Kenntnisreich und kurzweilig beschreibt er sie. Er streift Geologie, Natur und Kulturhistorie, sportliche Aspekte, Landwirtschaft und Besiedlungsgeschichte. Ja, er gibt sogar Hinweise, wie man, wenn’s denn sein muss, möglichst schnell auf die beschriebenen Berge kommt – mit dem Auto auf den Brend oder mit der Seilbahn auf den Merkur.

Doch eigentlich ist ihm der Weg das Ziel, ist Respekt vor dem Berg sein Gebot, wandert man auf den Berg, weil es läutert, reinigt, befreit. Der Badener ist ohnehin der bessere Mensch, der badische Bergwanderer jedoch ist die Krönung der Spezies, er strebt himmelwärts … und ist dabei selig. Zumindest, solange der Schuh nicht drückt.

Matthias Kehle, geboren 1967, absolvierte Studien der Germanistik und Soziologie und war Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Karlsruhe. Er ist als freier Autor und Journalist tätig. Seit 2009 ist er Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in Baden-Württemberg.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 7.7. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Sasa Stanisic

Lesung Süd liest aus

Vor dem Fest

Buchcover

+++ Preis der Leipziger Buchmesse +++


Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht festhalten will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, kann sich nicht entscheiden, ob er Zigaretten holen soll oder sich in den Kopf schießen. Alle haben sie eine Mission. Alle wollen sie etwas zu Ende bringen, bevor die Nacht vorüber ist.

Keiner von ihnen will den Einbruch ins Haus der Heimat beobachtet haben. Das Dorfarchiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestohlen wurde, sondern das, was entkommen ist, quält die Schlaflosen. Die Nacht gebiert Ungeheuer: Alte Geschichten und Erinnerungen, Mythen und Märchen, sind ausgebrochen und ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und arbeitslose Halbgötter in Fußballtrikots aufeinander treffen. Und in dem es Herrn Schramm einfach nicht gelingen will, an Zigaretten zu kommen. Wie wird es aussehen das Dorf, wenn das Fest beginnt?

Saša Stanišic wurde 1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina geboren und kam als Vierzehnjähriger nach Heidelberg. Seit 2004 studiert er am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Stanišic hat mehrere Stipendien und Preise erhalten, u.a. den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb sowie 2008 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2013 wurde ihm der Alfred-Döblin-Preis verliehen. 2014 erhält Saša Stanišic den Preis der Leipziger Buchmesse für „Vor dem Fest“.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Di. 15.7. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Peter Schneider

Was ist Zivilcourage?

Moderation: Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann

+++ Neuer Termin +++

Peter Schneider, geboren 1940 in Lübeck, wuchs in Freiburg auf, wo er sein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie aufnahm. Im Bundestagswahlkampf von 1965 schrieb er Reden für SPD-Politiker. 1967/68 avancierte Schneider zu einem der Wortführer der 68er-Bewegung. Er beendete seine Ausbildung 1972 in Berlin. 1973 wurde ihm als Referendar das Berufsverbot erteilt. Seit 1985 unterrichtet Peter Schneider als Gastdozent an amerikanischen Universitäten, unter anderem in Stanford, Princeton und Harvard. Seit 1996 lehrt er als Writer in Residence an der Georgetown University in Washington D.C. Er lebt in Berlin.

Peter Schneider erzählt in seinem schriftstellerischen Werk in zahlreichen Romanen, Erzählungen und Essays von Schicksalen und Lebensgeschichten, in denen Zivilcourage gefordert ist.

Bereits in seiner Erzählung „Lenz“ (1973), die rückblickend die Erfahrungen seiner Generation literarisch zum Ausdruck brachte, wird das Lebensgefühl der linken Intelligenz der 68er nachvollziehbar. Diese Thematik gewann in dem Band „... schon bist du ein Verfassungsfeind“ (1975) noch verstärkt Ausdruck.

Nachgezeichnet an seinem Werk soll in Lesung und Gespräch thematisiert werden: Was ist Zivilcourage? Was ist erforderlich, um Zivilcourage in der Gesellschaft zu fördern? Wie wird das Thema in der Literatur verhandelt?

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literatursommers 2014

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 8.9. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Kirsten Fuchs

liest aus

Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig

Kirsten Fuchs ist zurück!
Und sie liefert wieder auf unnachahmliche Art Kirsten-Fuchs-Erkenntnisse: Man erfährt zum Beispiel, wie man Kassiererinnen glücklich macht, welche Vorteile ein Pfropfen im Ohr hat oder wie man Wehen zur Stromgewinnung nutzen kann. Es geht außerdem um Erdbeermützendiebe, zauberschöne Nähmamas und verwirrende Hundebekanntschaften ein Kaleidoskop der Alltagskuriositäten. Ohne Sentimentalität, dafür mit derben Sprüchen und einem ordentlichen Schuss Sarkasmus.
Mit Kirsten Fuchs sieht man mehr: mehr Schönheit im Hässlichen, mehr Komik im Tragischen und umgekehrt.

Kirsten Fuchs, 1977 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) geboren, absolvierte eine Ausbildung zur Tischlerin. Sie ist Mitglied verschiedener Berliner Lesebühnen und schreibt regelmäßig für die „taz“. 2003 gewann Kirsten Fuchs den renommierten Berliner Literaturwettbewerb „Open Mike“.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Mi. 17.9. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Markus Orths und Matthias Schamp

Performance-Lesung

Alpha & Omega

Apokalypse für Anfänger

Buchcover

Auf einmal ist es da: ein Schwarzes Loch in Nevada. Von Physikern erschaffen. Ein Unding, das die Erde Stück für Stück verschlingt. Und jetzt? Vielleicht kann Omega Zacharias helfen. Immerhin ist sie der erste Mensch mit drei Hirndritteln und verfügt über spektakuläre telekinetische Fähigkeiten. Obwohl sie eigentlich lieber über Laufstege schwebt und Tennis spielt, stürzt sie sich in den Kampf.

Mit von der Partie sind ihr Bruder Alpha und einige kuriose Helden: der reichste Mann der Welt, ein fliegender Magier und Spiele-Erfinder, ein schwuler Buddha, ein fußballbegeisterter Müllmann und seine esoterisch bewanderte Frau, eine sexbesessene Teilchenphysikerin und ein mutiger Performancekünstler.

Normalerweise liest Markus Orths allein aus seinem Roman. Bei seiner neuen Erlöser- und Wissenschaftsparodie ist er zusätzlich mit dem Projektkünster Matthias Schamp unterwegs. Wie „Der Schamp“ im Roman Omega Zacharias zur Seite steht, so unterstützt er bei der „Lesungs-Performance“ jetzt den Autor. Und zwar mit Buhruftüten-, Ampel-, Mobilienhai- und Lichtorgel-Performances und mit der Schamperl-Handpuppe. Aber auch natürlich als Leser seiner Dialogpassagen selber vorlesen, die der Autor ihm in den Mund gelegt hat.

Ist „Der Schamp“ nur eine Erfindung des Autors? Oder gab es ihn und seine sinnverrückenden Performances schon vorher? Wer war zuerst da: Der Schamp, das Schamperl oder gar die Romanfigur? Und warum? Nach der Preformance haben Sie Gelegenheit, die beiden Künstler zu fragen.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mi. 24.9. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Robert Seethaler

Geheimtipp! liest aus

Ein ganzes Leben

Buchcover

Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen. Eine einfache und tief bewegende Geschichte.

Robert Seethaler, geb. 1966, erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste und das Heinrich-Heine-Stipendium. Der Film nach seinem Drehbuch „Die zweite Frau“ wurde mehrfach ausgezeichnet und auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Do. 25.9. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Bernhard Fischer

präsentiert die Biographie

Johann Friedrich Cotta

Verleger – Entrepreneur – Politiker

Buchcover

Man nannte ihn den „Napoleon des deutschen Buchhandels“: Johann Friedrich Cotta.
Dr. Bernhard Fischer zeigt in der Biographie über Johann Friedrich Cotta den Unternehmer und Politiker als exemplarische Gestalt in einer Umbruchzeit, in der so gut wie alle Institutionen und Traditionen ins Wanken kamen und auf allen Gebieten Neuland betreten wurde.

Dr. Bernhard Fischer, geboren 1956, war von 1992 bis 2007 Leiter des Cotta-Archivs im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Seit 2007 ist er Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs in der Klassik Stiftung Weimar – eines der wichtigsten literarischen Archive im deutschsprachigen Raum.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 29.9. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Martin Walser und Susanne Klingenstein

Literarisches Doppel

Zauber und Tragödie der jiddischen Literatur

Buchcover

Susanne Klingenstein und Martin Walser lesen als literarisches Doppel aus ihren Büchern über den jiddischen Satiriker Sholem Yankev Abramovitsh und bieten einen äußerst interessanten Einblick in die Jüdische Kultur und Literatur.

Shmekendike blumen

Ein Denkmal / A dermonung für Sholem Yankev Abramovitsh

In seinem neuen Essay ist Martin Walser ganz Leser und Entdecker, und als solcher bereist er eine heute kaum beachtete literarische Landschaft – die jiddische Literatur. Inspiriert durch die Lektüre von Dr. Susanne Klingensteins Chronik „Mendele der Buchhändler“ entwirft Martin Walser das Lebensbild des jiddischen Autors Sholem Yankev Abramovitsh. Diesem großen Autoren und Mitbegründer der modernen jiddischen Literatur will er schreibend ein Denkmal setzen: ihm und seinem Werk, das er ein „Lesewunder“ nennt und in dem ihn ein Erzählen „unter einem Himmel voller Bedeutungen“ begegnet. Martin Walser ist begeistert von der Vielfalt der Sprachwelten, die sich ihm darin eröffnet.

Wer war Mendele?
Warum sollten Sie seine witzigen Romane lesen?
Was wollte er?
Warum sprach er mit seinem Pferd?
Warum wurde er von Tausenden verehrt?

Die Antwort auf diese und viele weitere
Fragen erhalten Sie in Susanne Klingensteins Buch

Mendele der Buchhändler

Leben und Werk des Sholem Yankev Abramovitsh

mehr Informationen

Dr. Martin Walser, geboren 1927 in Wasserburg, lebt in Überlingen am Bodensee. Zuletzt erschien von ihm der Essay Über Rechtfertigung. Eine Versuchung sowie die Romane Das dreizehnte Kapitel und Schreiben und Leben. Tagebücher 1979-1981.

Dr. Susanne Klingenstein promovierte 1991 in Heidelberg in Amerikanistik. Von 1988 bis 2001 lehrte sie Literatur am Massachusetts Institute of Technololgy in Cambridge. Sie ist freie Mitarbeiterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Weekly Standard (Washington, D.C.) und unterrichtet als Senior Lecturer an der Harvard Medical School, Boston.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Mo. 6.10. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Nikita Gorbunov, Harry Kienzler, Theresa Hahl und Ken Yamamoto

Poesie im Fluss

Fünf Jahre LESUNG SÜD

Nikita Gorbunov, Ken Yamamoto, Harry Kienzler und Theresa Hahl fahren in einem Boot von Straßburg nach Mannheim. Unterwegs konzipieren sie eine abendfüllende literarische Performance. Und die spielen sie live im Rahmen der Reihe LESUNG SÜD.

Was geschieht? Spoken-Word, verbunden mit klassischen Gedichten, verbunden mit Slam, verbunden mit Musik, Sounds und Bildern. Vier Poeten nehmen ihre Zuschauer mit auf eine Reise in neue Gewässer, die gleichzeitig zu einer Heimkehr in die eigene Sehnsucht wird.

Der Stuttgarter Kabarettist und Songwriter Nikita Gorbunov, der Tübinger Improtheater-Artist und Bühnen-Dichter Harry Kienzler, die deutschsprachige Poetry Slam-Königin Theresa Hahl aus Bochum und der Berliner Spoken-Word-Poet und Lesebühnen-Veteran Ken Yamamoto, gehen an Land und zeigen „Poesie im Fluss“, eine leidenschaftliche Show voller Witz und Soul.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Literaturtage 2014

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V. · Kulturamt der Stadt Karlsruhe

Mi. 8.10. 2014 · 20:30 Uhr · Jubez, Großer Saal, Kronenplatz 1, 76133 Karlsruhe

Bas Böttcher, Nora Gomringer, Dalibor Markovic

mit

Boombastic Lyrikwunderland

Slam Poesie

Im zwanzigsten Jahr der deutschsprachigen Slam Poesie gehen drei prägende Stimmen des Genres erstmals gemeinsam auf Tournee. Bas Böttcher (Berlin), Nora Gomringer (Bamberg) und Dalibor Markovic (Frankfurt/Main) stehen für unterschiedliche Facetten der gesprochenen performativen Lyrik. Alle drei vertreten die literarische Fraktion der Bühnendichtung und arbeiten längst über den Poetry Slam Wettbewerb hinaus.

Bas Böttcher vollführt in seinen Bühnen-Stücken rasante Balance-Akte zwischen Wortsinn und Sprachklang, zwischen Spiel und Ernsthaftigkeit. Er tritt weltweit auf Festivals auf und ist Erfinder verschiedener Medienformate für Lyrik.

Nora Gomringer lässt vermeintliche Grenzen zwischen Bühnenliteratur und gedrucktem Wort verschwinden. Ihre Auftritte durchmessen das sprachliche Universum vom Gesang bis zum Flüsterton. Ihre Arbeiten wurden 2012 mit dem Jakob-Grimm-Preis und 2013 mit dem Joachim-Ringelnatz-Preis ausgezeichnet.

Dalibor Markovic verwebt Text, Beatbox und pantomimische Elemente zu ¸berraschend stillen und energiegeladenen Text-Arrangements. Sein Gedichtband „Bühnenstücke I“ erschien zusammen mit USB-Stick.

Im „Boombastic Lyrikwunderland“ kommen unveröffentlichte Stücke, Sprach-Experimente, Slam-Hits und Auftragsarbeiten zu Gehör. Böttcher, Gomringer und Markovic laden ein zur Werkschau ins „Boombastic Lyrikwunderland“!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Literaturtage 2014

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · Jubez · Kulturamt der Stadt Karlsruhe

Mo. 3.11. 2014 · 20 Uhr · KOHI-Kulturraum, Werderstr. 47, 76137 Karlsruhe

Thomas Meyer

liest aus

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Buchcover

Motti Wolkenbruch ist ein junger orthodoxer Jude aus Zürich, der sich zum Entsetzen seiner Familie in eine Schickse, eine Nichtjüdin, verliebt. Ein Einblick in eine unbekannte Welt, eine berührende und schelmische Geschichte mit jiddischem Wortwitz und unwiderstehlichem Humor.

Thomas Meyer, geboren 1974 in Zürich, arbeitete nach einem abgebrochenen Studium der Jurisprudenz als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Erste Beachtung als Autor erlangte er 1998 mit im Internet veröffentlichten Kolumnen. 2007 machte er sich selbständig als Autor und Texter. Thomas Meyer lebt und arbeitet in Zürich.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KOHI-Kulturraum e.V.

Di. 4.11. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Marion Brasch

liest aus

Wunderlich fährt nach Norden

Buchcover

„Wunderlich war der unglücklichste Mensch, den er kannte.“ Als Marie ihn verlässt, versinkt er in Selbstmitleid. Doch schon bald schubst ihn eine anonyme SMS zurück ins Leben, und Wunderlich tritt eine Reise an. Eine Reise, die vieles verändert und bei der nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

„Wunderlich fährt nach Norden“ ist die Geschichte eines Mannes, der Entscheidungen scheut und sich dem Zufall überlässt. Auf seiner Fahrt wird Wunderlich zum Abenteurer. Doch vor allem entdeckt er, was er vergessen wollte, und findet, was er nicht gesucht hat.

Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an die sonderbaren Momente des Lebens – so leicht, komisch und berührend, wie uns diese Geschichte nur Marion Brasch erzählen kann.

Marion Brasch, geb. 1961 in Berlin. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender DT64 und ist heute als freie Rundfunkjournalistin und Moderatorin bei radioeins (RBB) tätig.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Di. 11.11. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Die Veranstaltung fällt aus wegen Krankheit.

Albert Ostermaier

liest aus

Ein Pfund Fleisch

Diskussion m. Jan Knopf über die undurchsichtigen Gesetze d. menschl. Wirtschaft

Aus Anlass eines 450- und eines 25-jährigen Jubiläums

Mit Literatur die Zustände tanzbar machen


Brecht beerbte Shakespeare, Ostermaier beerbte Shakespeare und Brecht. Alle zusammen handeln über die Zustände, die sich nicht bewegen wollen und älter sind als die Jubiläen, die anstehen: der Geburtstag des Elisabethaners und die Gründung der Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB) in Karlsruhe.

Auch wenn es zunächst nicht so scheint: Die große Literatur handelt immer auch über die kapitalistischen Lebens- und Arbeitsverhältnisse, und erst dadurch werden die menschlichen Schicksale sichtbar. Albert Ostermaier und Jan Knopf kennen sich mit dem Thema aus, nicht erst seit den gemeinsamen Jahren des abc-Festivals in Augsburg, dessen künstlerischer Leiter der Brecht-Preisträger Ostermaier von 2006 bis 2008 war. In Karlsruhe setzen sie ihr Gespräch fort nach dem Motto: In den Texten schlägt das „Herz wie eine geballte Faust“, sie machen uns vertraut „mit der Anarchie des Wünschens und Werdens“.

Albert Ostermaier, geboren 1967 in München, ist einer der wichtigsten Gegenwartsdramatiker. Er veröffentlichte Lyrik-Bände, zudem Theaterstücke und Romane. Zuletzt erschienen der Roman Seine Zeit zu sterben (2013) sowie der Lyrikband Flügelwechsel (2014). Unter den Auszeichnungen finden sich der Kleist-Preis (2003) und der Literaturpreis der Welt für sein literarisches Gesamtwerk (2011). Für die Nibelungenfestspiele in Worms 2015 verpflichtete ihn der Intendant Nico Hofmann als Autor.

Jan Knopf, Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Karlsruhe hat die Bertolt Brecht-Forschung wie kein anderer in den letzten Jahrzehnten weltweit beeinflusst. Der Leiter der „Arbeitsstelle Bertolt Brecht“ (ABB) am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Karlsruhe ist unter anderem Mitherausgeber der „Großen kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe“ der Werke Brechts und Herausgeber des Brecht-Handbuches.

Eintritt frei

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe

Di. 18.11. 2014 · 20 Uhr · Stephanssaal, Ständehausstr. 4, 76133 Karlsruhe

Harald Hurst & Gunzi Heil

Karlsruher Abend mit

Zwei wie Rotwein und Cola

Buchcover

Sie sind nicht immer, aber immer gern zusammen unterwegs. Ohne festes Programm, dem Moment vertrauend. So stolpern sie schon seit Jahren durch Vorhangschlitze, sofern vorhanden: mit dem Vorsatz, ihr Publikum so zu unterhalten, dass es froh ist, nicht daheim geblieben zu sein. Ein ungleiches Paar. Sie könnten verschiedener nicht sein. Rein äußerlich. Zwei wie Rotwein und Cola. Aber das passt schon.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · G. Braun Buchverlag · Bücherschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Bücherschau

Mi. 19.11. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Silke Scheuermann und Nadja Küchenmeister

mit

Dichter dran!

Die Lyrikerinnen Silke Scheuermann und Nadja Küchenmeister präsentieren ihre neuen Lyrik-Bände.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · Bücherschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Bücherschau

Fr. 21.11. 2014 · 20 Uhr · Konzerthaus, Festplatz, 76137 Karlsruhe

Rafik Schami

erzählt mit

Ein poetischer Spaziergang durch Damaskus

Buchcover

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren, seit 1971 lebt er in Deutschland. Er hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays verfasst. Für seine literarische Fähigkeiten wie für sein Engagement für Demokratie und Menschenrechte erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

Rafik Schami verführt sein Publikum sowohl als begnadeter Erzähler wie auch als einmaliger Vortragskünstler zum Lesen und Zuhören und gewinnt so wie ein Zirkusartist das Herz seiner vielen Fans: „Der Leser soll bei mir auf einer Rutsche sitzen und hineinrutschen in die Geschichte und hinaus, ohne dass er gemerkt hat, dass er eine Geschichte gelesen hat.“

Rafik Schami, der nicht nur mit seiner Literatur zwischen Orient und Okzident Brücken schlägt, ist ein scharfer Kritiker des Assad-Regimes. Er kritisiert aber auch immer wieder die Haltung des Westens, vor allem dessen Untertsützung Assads – etwa mittels Lieferungen von Material zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen und Technologien zur Überwachung der syrischen Opposition.

Der gesamte Erlös dieser Solidaritätsveranstaltung geht an SCHAMS.

Initiiert von Rafik Schami hat sich in Tübingen eine Gruppe von ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Berufe und Konfessionen gefunden, die die Not der syrischen Kinder und Jugendlichen lindern möchte. Sie gründeten den Verein SCHAMS, der sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Jugendliche aus Syrien zu unterstützen: "Dazu arbeiten wir mit ausgewählten Organisationen zusammen, die nicht religiös gebunden sind. Wir möchten unmittelbare Hilfe leisten, um die Kinder vor Hunger und Not zu schützen.”

Foto: (C) Root Leeb

Eintritt: 15,00 €, ermäßigt: 12,00 €

Veranstalter und Kartenvorverkauf:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · KMK · Bücherschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Bücherschau

Di. 25.11. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Judith Hermann

liest aus

Aller Liebe Anfang

Buchcover

Stella und Jason sind verheiratet, sie haben eine Tochter, Ava, sie leben in einem Haus am Rand der Stadt. Ein schönes, einfaches Haus, ein kleiner Garten, ein alltägliches ruhiges Leben, meist ohne Jason, der viel arbeitet. Aber eines Tages steht ein Mann vor der Tür dieses Hauses, ein Fremder, jemand, den Stella nie zuvor gesehen hat. Er sagt, er wolle sich einfach einmal mit ihr unterhalten, mehr sagt er nicht. Stella lehnt das ab. Der Fremde geht und kommt am nächsten Tag wieder, er kommt auch am Tag darauf wieder, er wird sie nicht mehr in Ruhe lassen. Was hier beginnt, ist ein Albtraum, der langsam, aber unbeirrbar eskaliert.

In einer klaren, schonungslosen Sprache und irritierend schönen Bildern erzählt Judith Hermann vom Rätsel des Anfangs und Fortgangs der Liebe, vom Einsturz eines sicher geglaubten Lebens.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · Bücherschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Bücherschau

Di. 2.12. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

Denis Scheck

mit

druckfrisch

Neue Bücher - verrissen und gelobt

Denis Scheck kennt den Literaturbetrieb wie seine Westentasche. Seine Berufung: „Literaturkritiker aus Leidenschaft“. Und so spricht er nicht nur in seiner Sendung, sondern auch im Karlsruher Literaturhaus Klartext: Sachkundige Empfehlungen, eklatante Verrisse und feine Ironie – ein Abend mit dem „Streiter für das Wahre, Schöne, Gute“ bietet beste Unterhaltung und Orientierung im Bücherdschungel. Versprochen!

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · Bücherschau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Karlsruher Bücherschau

Mo. 22.12. 2014 · 20 Uhr · Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlsruhe

SWR2

SWR-Bestenliste

Literaturkritik live

Buchcover

Eine Jury aus 31 renommierten Literaturkritikern wählt monatlich zehn Bücher aus, denen sie möglichst viele Leserinnen und Leser wünscht. Wie bewertet man Literatur, was sind die Kriterien, ob ein Buch ge- oder misslungen ist? Die SWR-Bestenliste gestattet einen Einblick in die Werkstatt literarischer Kritik.

Bekannte Kritiker der großen deutschen Zeitungen, wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, der Welt und der Rundfunkhäuser von ARD und Deutschlandfunk sind regelmäßig zu Gast im Prinz-Max-Palais – eine besondere Veranstaltung, die kein Literaturinteressierter versäumen sollte. Im Karlsruher Literaturhaus diskutiert eine Auswahl der Kritiker über herausragende Neuerscheinungen des Buchmarktes.

Veranstalter:

Stephanus-Buchhandlung · Metzlersche Buchhandlung · Buchhandlung Der Rabe · Literarische Gesellschaft Karlsruhe · SWR2

Im Jahr 2014 gab es 37 Termine.

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