Buchtipps

Die folgenden Bücher finden wir besonders lesenswert - auch wenn sie nicht unbedingt in jeder Bestsellerliste zu finden sind.
Alice Munro
Tanz der seligen Geister
Tanz der seligen Geister war das Debüt der großen Meisterin der kleinen Form. Die Sammlung erschien im Orginal 1968 und wird nun erstmals auf deutsch herausgegeben. Bereits hier zeigt sich Alice Munro als präzise, unsentimentale und abgründige Chronistin zeitgenössischen Alltagslebens. Stehen in ihren späteren Büchern jedoch Frauen mittleren Alters im Vordergrund, so finden sich in Tanz der seligen Geister vor allem Erzählungen vom Erwachsenwerden.
Ingo Schulze
Adam und Evelyn
"Obwohl man diese ausgesprochen süffig durcherzählte Geschichte ziemlich schnell gelesen hat, entfaltet sie eine Fälle an Themen und Motiven ... ein makelloser Roman"
(Süddeutsche Zeitung)
Imre Kertesz/ Peter Esterhazy/ Ingo Schulze
Eine, zwei, noch eine Geschichte/n
In diesem Band sind drei Geschichten der Autoren Imre Kertesz, Peter Esterhazy und Ingo Schulze versammelt. Eine literarische Zugfahrt von Budapest bis Wien und alle drei Geschichten beziehen sich auf bewegende Weise aufeinander. Tipp: Lesung mit Ingo Schulze am 14. April 08 im Prinz-Max-Palais um 20 Uhr!
Peter Mayle
Die Melonen des Monsieur Dumas
Erneut begibt sich der Engländer Peter Mayle literarisch auf die Reise in seiner Wahlheimat Frankreich. Ob es um Betriebsgeheimnisse der Einbrecherzunft geht oder um die Suche nach dem letzten noch lebenden Henker Frankreichs, es ist ein Vergnügen den Spuren Peter Mayles zu folgen.
Fritz Stern
Gold und Eisen. Bismarck und sein Bankier Bleichröder
Mit diesem Buch hat der international renommierte Historiker Fritz Stern sein bislang wichtigstes Werk vorgelegt. In glanzvoller Prosa erzählt Stern die Geschichte einer Wechselbeziehung: Gold und Eisen ist eine meisterhaft geschriebene Doppelbiographie Bismarcks und seines jüdischen Bankiers Gerson von Bleichröder.
Volker Weidermann
Das Buch der verbrannten Bücher
"10. Mai 1933. In Deutschland brennen Bücher. Dieses Buch erzählt erstmals die Lebensgeschichten aller Autoren, deren Werke damals in Flammen aufgingen. [...]. Es ist ein Buch gegen diese Auslöschung, ein Buch voller unglaublichen Geschichten. Ein Dokument gegen das Vergessen." Lesung: Montag 28. April 2008 im Prinz-Max-Palais, 20 Uhr.
Irina Liebmann
Wäre es schön? Es wäre schön!
Irina Liebmann zeichnet in drei "Bildern" das Porträt ihres Vaters Rudolf Herrnstadt nach. Herrnstadt (1903-1966) war der sprachgewaltige und bekannteste Pressemann der Ostzone und der frühen DDR. Aufgrund seiner politischen Aktivitäten wurde er aus der SED ausgestoßen und in die Provinz verbannt. Seine Tochter Irina Liebmann gelingt es, ein fesselndes Epochenbild zu entwerfen: Von der journalistischen Arbeit ihres Vaters über die Kriegsjahre bis hin zu den gesellschaftspolitischen Visionen Rudolf Herrnstadts.
Francois Lelord
Im Durcheinanderland der Liebe
Lelord erzählt die Geschichte eines jungen Inuit, der als Botschafter seines Stammes, der Eskimos, nach Paris kommt. Obwohl sich alle für ihn interessieren, fühlt sich Ulik jeden Abend in seinem Hotel einsam; denn in seinem Land ist man nie allein. Im Land der Eskimos ist Liebe ein Austausch von Geschenken unter zwei Menschen, die einander brauchen. Mit diesem Roman hat Lelord eine weitere kleine Geschichte geschrieben, über die große Kunst des Liebens.
Feridun Zaimoglu
Liebesbrand
Endlich ist es da, der neue Roman des "Sprachweltenerfinders" und "literarischen Erotikers": Bei einem Busunglück im Ausland, kommt David noch einmal mit dem Leben davon. Die in seinen Augen engelsgleiche Erscheinung, eine junge Frau, verschwindet kurz nachdem sie die Erstversorgung von David übernommen hat in einem Auto mit deutschem Kennzeichen. Nach diesem Ereignis ist der Erzähler in Liebe entflammt und macht sich auf die Suche nach ihr, nach der Erfüllung sowie nach der Erlösung. Lesung: Do, 17. April 2008, 20 Uhr im Prinz-Max-Palais
Elfriede Czurda
Krankhafte Lichtung
Die drei Erzählungen von Elfriede Czurda zeigen ihre Protagonistinnen zwischen Wahn, Agonie, Traum und lichten Momenten. Hier eine kleine Kostprobe aus der Erzählung "Die Lecke Rede": "Bis wir das Imitat erschaffn habn, das ausschaut wie der Dung fürs Paradies. Du geile fade Fiedl/ was bist du so frigidl/ dir singen wir ein Liedl/ für ein nettes Suizidl. Nur keine unvollständign Sonatn und Sentenzn." (S.52).
Hitomi Kanehara
Tokyo Love
Lui ist auffallend schön und gelangweilt. Entschlossen, die eigenen Grenzen zu überschreiten, bittet sie den Meistertätowierer Shiba um ein Rückentatoo. Als Gegenleistung fordert Shiba ihre Unterwerfung. Lui willigt ein, doch dann muß sie sich ihren Obsessionen stellen. Der Kultur Spiegel meint: "Ein wildes, trotziges Buch voll drastischer Gewalt und Sex, das stimmig und eindringlich die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens beschreibt."
Thomas Hettche
Woraus wir gemacht sind
Ein Land vor dem Krieg. Eine Reise ins Ungewisse. Eine Ehe, die der Tod bedroht. Niklas Kalf arbeitet an einer Biographie über den jüdischen Emigranten Eugen Meerkaz. Für seine Recherchen reist er mit seiner Frau Liz das erste Mal nach New York. Drei Tage später - die Stadt gedenkt gerade den Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center - verschwindet Liz spurlos. Nach einem erpresserischen Anruf steht fest: Liz ist entführt worden. Kalf wird gezwungen Material zu beschaffen, das mit einem dunklen Geheimnis von Meerkaz zu tun hat. Aus Kalfs Suche wird ein Trip ins Innere der USA am Vorabend des Irak-Krieges.
Nino Filasto
Das Eden Alphabet
David Chefa, ein berühmter Archäologe im Ruhestand, verschwindet spurlos von einer kleinen bretonischen Insel. In seinem Nachlaß stößt der Journalist Jorge Greck auf Aufzeichnungen über fremde Mächte, die sich seit jeher die Herrschaft über die Erde streitig machen, und gerät wider Willen in den Sog dieser unheimlichen Schöpfungsgeschichte.
Arto Paasilinna
Adams Pech, die Welt zu retten
Der Kleinunternehmer Aatami Rymättylä hat den Weg aus der droheneden Ölkrise gefunden. Er hat einen schokoladentafelgroßen Akku entwickelt, der Strom im Überfluß speichert. Leider fehlt es Aatami an Geld, um seine Erfindung gebührend zu vermarkten. Die Rechtsanwältin und Quartalssäuferin Eeva Kontupohja nimmt sich des vom Pech verfolgten Weltretters an, da sie das unermessliche Potenzial der Erfindung Aatamis erkennt. Bald aber zeigt sich, daß die umweltfreundliche Energiequelle nicht überall auf Gegenliebe stößt.Von den Ölmultis als Gefahr für ihren Reichtum angesehen, wird ein sizilianischer Killer auf Aatami angesetzt. Fortan besteht sein Leben nur noch aus Turbulenzen. Ein echter Lesespaß!
Peter James
Stirb schön
Tom Bryce, ein mittelmäßig erfolgreicher Unternehmer, findet eines Abends auf der Heimfahrt in seinem Zugabteil eine CD-ROM. Um den rechtmäßigen Besitzer seines Fundes ausfindig zu machen, legt er diese CD-ROM in seinen Laptop und wird Zeuge einer gefilmten Tötung. Zuerst glaubt er noch an einen besonders harten Erotikvideo, als er am nächsten Tag allerdings die getötete Frau in der Zeitung wiedererkennt, beginnt für ihn ein Alptraum. Spannend bis zum Schluß!
Jean-Christophe Grange
Das schwarze Blut
Der Pariser Sensationsreporter Mark Dupeyrat will einen Bestseller über einen soeben gefassten Serienkiller schreiben. Um das Interesse des Mörders Jaques Reverdi zu wecken, nimmt er unter dem Decknamen "Elisabeth" Kontakt zu ihm auf. Als Reverdi sich in die anonyme Unbekannte verliebt, schickt ihm Dupeyrat ein Foto seiner Bekannten Khadidscha. Nachdem Reverdi aus dem Gefängnis entkommt, macht er sich auf die Suche nach "Elisabeth". Für Mark und Khadidscha beginnt damit ein Alptraum. Nichts für schwache Nerven!
Rudolf Lorenzen
Die Beutelschneider
Der erstmals 1962 im Ullstein Verlag erschienene Roman "Die Beutelschneider" wurde nun im Verbrecher Verlag neu aufgelegt. Der zynische Werbetexter Bruno Sawatzki arbeitet in der kleinen Agentur des Parvenüs Gottfried Kockel. Während dieser nach außen den stets besorgten, äußerst ehrenhaften Bürger spielt, betrügt er gemeinsam mit seiner Gattin und mit hilfe eines bestochenen Angestellten seinen wichtigsten Auftraggeber, den Schmelzstoff-Verband. Doch in dessen Vorstand ist man unzufrieden mit der Arbeit Kockels, man will neue, ungewöhnlichere Werbeideen. Daher soll der Konstanzer Großdichter Bodo Redwanz in die Agenturarbeit eingespannt werden. »Die Beutelschneider« ist ein Roman über Kleinbürger, deren Großmannssucht unstillbar ist, über das Leben in den Kleinstädten und vor allem über die verlogene Welt der Werber, der Grafiker und der Sekretärinnen.
Jiri Weil
Sechs Tiger in Basel
Wiese zerschlägt ein Stettiner Zöllner die Jessenin-Büste, die sich ein Tscheche aus Moskau mitgebracht hat? Wohin führt es, wenn man seinem Hund im von Deutschen besetzten Holland den Hitlergruß beibringt? Was fühlen sechs Prager Zirkustiger im Schweizer Exil, wenn keiner mit ihnen tschechisch spricht? Die Erzählungen von Jiri Weil - hier erstmals übersetzt - handeln virtuos von den europäischen Verwerfungen eines Jahrhunderts.
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